Coronavirus SARS-CoV-2, COVID-19

Zu dem neuartigen Coronavirus erreichen uns zahlreiche Fragen. Hier werden wir nach und nach einige beantworten.

Wie gefährlich ist das Virus

Mitte April 2020 gab es in Deutschland 4500 Todesfälle an den Folgen von COVID-19. An den Folgen der Influenza sind in der Saison 2019/20 434 Menschen gestorben. RKI Arbeitsgemeinschaft Influenza
Wir haben es demnach mit einem gefährlichen Virus zu tun, gefährlicher, als die – in diesem Jahr eher milde verlaufende – Influenza, aber immer noch weit entfernt von einer tödlichen Seuche wie z.B. Ebola.
Vorsicht ist also angebracht, Panik nicht.

Wer wird auf das neue Virus getestet

Wegen zunehmender Infektionszahlen und begrenzter Ressourcen empfiehlt das RKI nicht mehr das Testen von jedem Patienten mit Erkältunhssymptomen. Patienten werden jetzt nach den neuen, seit dem 3.11.2020 geltenden RKI Kriterien auf COVID-19 getestet.

Die Testpflicht für Reiserückkehrer und die Nachverfolgung von Kontakten sind staatliche Maßnahmen, wenden Sie sich in erster Linie an die Fieberhotline RLP, Tel.: 0800 99 00 400  , oder an das Gesundheitsamt Tel.:06131 693330. Bei Problemen helfen wir weiter.

Sollten Sie zu den Patienten gehören, die getestet werden sollen, bleiben Sie zu Hause, gehen Sie nicht unter Menschen und lesen Sie im nächsten Absatz weiter.

Sollten Sie nicht den Testkriterien entsprechen und trotzdem einen Test wollen, können Sie bei uns einen Antigen Schnelltest (s.u.) auf eigene Kosten durchführen lassen.

Wo und wie wird getestet

Wenn Sie die Testvoraussetzungen erfüllen, sollten Sie sich unbedingt testen lassen. Sie tun damit sich und der Gesellschaft etwas Gutes und zeigen Solidarität und Verantwortung gegenüber Risikogruppen

Der Test selbst ist ein einfacher Abstrich von der Rachen- und Nasenschleimhaut. Es gibt zur Zeit verschiedene Möglichkeiten der Durchführung, wir helfen in jedem Fall weiter:

  • Solange Schutzausrüstung vorhanden ist, wird der Abstrich einfach bei uns durchgeführt. Nur nach vorheriger Absprache!
  • Die Kassenärztliche Vereinigung hat einen zentralen Dienst eingerichtet, der sich um die Tests kümmert. Er ist unter der Telefonnummer 116 117 erreichbar. Wegen der hohen Inanspruchnahme ist allerdings mit langen Wartezeiten zu rechnen, seien Sie geduldig. (Zur Zeit nicht mehr im Betrieb)
  • Wenn Sie mobil sind und über ein KFZ verfügen, gibt es für Sie eine weitere Möglichkeit, die das Labor Bioscientia in Ingelheim eingerichtet hat. Rufen Sie dafür bei uns an, und wir erstellen für Sie einen Überweisungsschein für das Labor. Diesen lassen Sie bei uns abholen (nicht selbst kommen), melden sich in Ingelheim unter der Rufnummer 06132 – 781 7777 an und fahren zum Test hin. Vorher muß die Überweisung noch an die Fax Nummer 06132 – 781 7778 gefaxt werden.

Das Ergebnis ist z. Zt. nach 24 bis 48 Stunden zu erfahren.

Wichtige Telefonnummern:

  • 0800 99 00 400 zentrale Rufnummer der Fieberambulanzen in RLP, hier können Sie bei Erkältung, Fieber und Fragen zu Corona Virus Infektion und Testung anrufen.
  • 116 117 Bereitschaftspraxis der Kassenärztlichen Vereinigung, zur Zeit rund um die Uhr besetzt.
  • 112 Rettungsleitstelle, hier bitte nur bei Notfällen anrufen.

Wir bleiben auch in diesen besonderen Zeiten unter 06131 280 696 weiterhin für alle Fragen zu ihren gesundheitlichen Problemen für Sie erreichbar!

Wichtige Telefonnummern der Stadt Mainz

Welche Tests gibt es?

  • Es gibt den direkten Virusnachweis mit PCR aus einem Abstrich. Er zeigt die Erkrankung und die Infektiosität an. Zahlreiche Wissenschaftler und Firmen arbeiten daran, die Testzeit zu verkürzen.
  • Der Nachweis von Antikörpern im Blut zeigt an, ob die Person bereits einen Kontakt mit dem Virus hatte und möglicherweise eine Immunität entwickelt hat. Dies ist besonders wichtig für Mitarbeiter im Gesundheitswesen, Angehörige und für die genauere Beurteilung der Ausbreitung der Erkrankung. Auch hier wird es zuverlässigere Tests und Schnelltests für die Praxis mit verbesserter Sensitivität und Spezifität in naher Zukunft geben.
  • Neu entwickelt wurden Antigen Schnelltests, die Virus Proteine nachweisen. Sie sind nicht ganz so zuverlässig, wie die PCR Tests (Sensitivität: 96,52%, Spezifität: 99,68%), brauchen aber kein Labor und das Ergebnis ist in 15 – 30 Minuten verfügbar.

SARS-CoV-2: Testergebnisse richtig verstehen

Kann ich erfahren, ob ich gegen die Erkrankung bereits immun bin?

Der Wunsch, die Immunität gegenüber einer Erkrankung zu kennen, ist verständlich, gerade wenn sie – wie COVID-19 – in vielen Fällen unbemerkt verlaufen kann. Manche Firmen bieten dafür bereits seit längerer Zeit Antikörpertests an, die aber zu ungenau sind.
Neuere AntikörperTests sind besser, bieten aber bisher (mitte April) noch nicht die gewünschte Sicherheit.Prof. John Bell, Oxford  Seriöse Anbieter dokumentieren die Limitationen des Tests bei ihrem Angebot. Bioscientia
Andere stellen geschäftliche Interessen höher und versprechen eine Sicherheit (Nachweis der Immunität gegen COVID-19), die es leider noch nicht gibt. Das ist unverantwortlich und kann gefährlich sein, wenn Menschen nach einem Test glauben immun zu sein und dann sich und andere anstecken.

Zur Zeit kann man seine Immunität durch Antikörper Tests noch nicht zuverlässig bestimmen. Wir müssen etwas Geduld aufbringen, sicherere Tests befinden sich in Entwicklung. Anwendung von Antikörper Schnelltests ist Körperverletzung

Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung

Wir können AU-Bescheinigungen nur für tatsächlich erkrankte Patienten ausstellen, die wegen ihrer Symptome nicht arbeiten können. Liegt keine akute Erkrankung vor, der Arbeitgeber bittet Sie aber wegen des Verdachts auf eine Infektion zu Hause zu bleiben, dürfen wir keine AU-Bescheinigung ausstellen. Dies gilt selbst bei einem positiven COVID-19 Test und Quarantäneanordnung durch das Gesundheitsamt, solange keine Krankheitssymptome bestehen. Der Arbeitgeber kann bei angeordneter Quarantäne Leistungen nach dem Infektionsschutzgesetz beantragen. https://www.kbv.de/html/1150_44889.php

Wie und wo stecke ich mich an?

Um sich anzustecken, muss eine bestimmte Menge an Viren In unseren Körper gelangen. Man geht von etwa 1000 Viruspartikeln aus. Durch Niesen und Husten werden etwa 2.000.000 Viruskopien in den Raum geschleudert, durch Atmen lediglich etwa 20, durch Sprechen etwa 200.

  • Wenn ein Infizierter in einem Raum niest, oder hustet, kann er alle dort befindlichen Menschen sehr schnell anstecken, selbst wenn er nicht direkt in deren Richtung hustet. (1000 Viren in 1 Minute = 1000 x 1= 1000).
  • Wenn wir längere Zeit in einem Raum verweilen, in dem sich Viren in niedriger Konzentration befinden, oder ein Infizierter ruhig neben uns atmet, braucht es ca. 50 Minuten um uns anzustecken (20 Viren pro Minute über 50 Minuten = 50 x 20 = 1000).
  • Wenn wir mit einem Infizierten sprechen, braucht es dafür nur 5 Minuten (200 x 5 = 1000).

Die größte Gefahr sich anzustecken ist also in geschlossenen Räumen, in denen es wenig Luftzirkulation gibt und wir länger verweilen. Kaum Ansteckungen gibt es im Freien.
Der Jogger der vorbei rennt ist also eher keine Gefahr, der kurze Einkauf auch nicht. Das längere Meeting, der Arbeitstag im Großraumbüro, oder der Restaurant Besuch schon eher. the-risks-know-them-avoid-them / Die häufigsten Übertragungsorte / So schnell verbreitet sich das Coronavirus in Innenräumen

Soll ich eine Maske tragen?

Es gibt verschiedene Arten von Masken:

  • selbst genähte Masken aus Stoff
  • Mund-Nasenschutz (MNS, chirurgische Maske)
  • Atemschutz in den Kategorien FFP1, FFP2 und FFP3 Wikipedia, Atemschutzmaske

Nur für die Atemschutzmasken der Kategorie FFP3 gibt es einen Nachweis der Wirksamkeit gegen eine Infektion mit Viren. Allerdings sind diese nicht einfach über längere Zeit zu tragen, die Atmung wird erschwert. Sie sollten ausschliesslich dem Gesundheitswesen vorbehalten sein, weil dort bestimmte Prozeduren mit Bildung von Aerosolen einhergehen können.
Alle anderen Masken auch selbst genähte Stoffmasken, schützen vor der häufigsten Art der Infektion, der Tröpfchen Infektion.  Dies gilt für die Ansteckung anderer Menschen, wenn man selbst Viren ausscheidet, aber auch für einen selbst.
Neben Abstand und Händedesinfektion ist das Tragen von Masken insbesondere in Pandemiezeiten als eine sinnvolle und wichtige Maßnahme gegen die Verbreitung von Viren anzusehen.
Weitere Infos zu Masken:
Hervorragendes Video zu Masken (etwa ab 5:20) / Kekulé und Fuest: Mundschutz statt Lockdown / RKI ändert Einstellung zu Masken / Nature, Studie zum Nutzen von MNSWHO ändert ihren Standpunkt / Maskenpflicht in Jena hat Zahl der Neuinfektionen um 40% gesenkt  / Arbeit aus Hongkong an Hamstern: Der MNS konnte die Ansteckung um mindestens 50% senken. Ärzteblatt, MNS wichtiger als Social Distancing. Der Träger von MNS vor schweren symptomatischen Verläufen geschützt? Artikel in NEJM  Artikel in FokusCenter for Desease Control zeigt Evidenz von Masken. Ärztezeitung

Weniger Sauerstoff durch Maske?

In einer kanadischen Studie konnte nachgewiesen werden, dass bei Menschen in einem Seniorenheim (76 Jahre im Durchschnitt) das Tragen von einem chirurgischen Mund-Nasenschutz nicht zu einem Abfall der Sauerstoffsättigung führt. JAMA online 30.10.2020
Diese Studie an Gesunden und an schwer kranken COPD Patienten hat gezeigt, dass der chirurgische MNS keine signifikanten Unterschiede im Gasaustausch verursacht. ats.org

Wie trage ich die Maske richtig?

Viele Fragen zum Kaufen, richtigen Tragen, Waschen… werden in diesem Video erklärt.

Visier statt Maske?

Eine Mund-Nasen-Bedeckung soll möglichst eng am Gesicht anliegen um größtmöglichen Schutz zu gewährleisten. Dies kann ein Visier nicht bieten. Wir empfehlen deshalb nicht das Tragen von Visieren statt Masken.
Sinnvoll ist das Tragen von Visieren lediglich – als Minimalmaßnahme – bei Personen, die aus gesundheitlichen Gründen keine Maske tragen können, oder zusätzlich zu Masken. Studie zu Masken/Visieren

Ansteckung über Türklinke?

US 2Wissenschaftler der Universität Princeton untersuchten in einer kleinen Studie, wie lange das Virus auf verschiedenen Obeflächen überlebt. Die Virologen Streeck und Drosten bezweifeln die Relevanz dieser unter Laborbedingungen durchgeführten Studie für die Praxis und gehen von einer eher kleinen Ansteckungsgefahr aus. BR, Nachrichten

Brauche ich Desinfektionsmittel?

Das Coronavirus ist von einer Lipidhülle umgeben, die mühelos durch Seifen zerstört wird. Spezielle Desinfektionsmittel sind absolut unnötig.

Sind Luftfiltergeräte die Lösung?

In einer Studie von hessischen Wissenschaftlern konnten Luftfiltergeräte die Aerosol Konzentration im Raum senken. Stoßlüften von 3 Minuten war allerdings um ein Vielfaches besser. Luftfiltergeräte sind nach dieser Studie lediglich dann eine Alternative, wenn Stoßlüften nicht möglich ist.

COVID-19 Impfung

An einer Impfung wird intensiv geforscht, sie wird aber wahrscheinlich erst 2021 zur Verfügung stehen. Erste Tests könnten aber bereits im Herbst 2020 beginnen.

COVID-19 Behandlung

Die meisten infizierten Patienten haben nur Erkältungssymptome und brauchen keine, oder lediglich symptomatische Therapie.

Für die Behandlung der schweren Verläufe gibt es noch keine sichere Behandlung, aber einige vielversprechende Ansätze, die z.Zt. erforscht werden. Es handelt sich dabei um Medikamente, die bereits für die Behandlung anderer Krankheiten zugelassen sind, wie das Malaria Mittel Chloroquin, Hepatitis Mittel Ribavirin, oder das Grippemittel Favipiravir.
Eine erste Studie zu dem HIV Medikament Lopinavir/Ritonavir ist leider enttäuschend ausgefallen.
Hoffnungen setzt man auch in das Medikament Remdesivir, das zur Ebola Therapie entwickelt wurde. Cell Research

Ein besonders interessanter, Ansatz ist deutschen Forschern mit der Identifikation der Protease TMPRSS2 gelungen, die das Virus für den Eintritt in Lungenzellen benötigt. Es gibt bereits ein Medikament, das dieses Enzym hemmt, Camostat Mesilate, das in Japan für die Behandlung der Pankreatitis eingesetzt wird. Es blockiert das Eindringen des Virus in Lungenzellen und wird weiter erforscht. DZIF

Erforscht wird ebenfalls die Gabe von Antikörpern aus dem Serum von genesenen COVID-19 Patienten. Ärzteblatt

COVID-19 – schädliche Medikamente?

  • Im Netz wird vor Ibuprofen gewarnt, die WHO und der französische Gesundheitsminister warnen ebenfalls (die WHO hat ihre Warnung am 19.3. wieder zurückgenommen!). Die Datenlage hierzu ist dünn, ein Zusammenhang zwischen Ibuprofen Einnahme und schweren Verläufen ist nicht gesichert. Unklar ist, ob Patienten bei schweren Vorläufen häufiger zu Ibuprofen gegriffen haben, oder ob wegen der ibuprofen Einnahme ein schwerer Verlauf eingetreten ist.
    Bis zur Klärung kann man bei einem Virusinfekt gegen Fieber und Schmerzen statt Ibuprofen Paracetamol einnehmen.
  • Ein Artikel in der renommierten medizinischen Zeitschrift  the lancet beschreibt, wie ACE Hemmer und Sartane evtl. die Infektion menschlicher Zellen erleichtern könnten. Hierbei handelt es sich nicht um eine wissenschaftliche Studie, sondern lediglich um einen Debatten Beitrag. Die Deutsche Hochdruck Liga warnt davor auf Grund einer – zum jetzigen Zeitpunkt – ungesicherten Information die Medikamente abzusetzen. Deutsche Hochdruckliga. Ein neuerer Artikel in JAMA sieht sogar mögliche protective Effekte
  • Verunsicherung gibt es auch bezüglich der Asthma-Therapie mit inhalierbaren Corticosteroiden, ICS. Die Lungenexperten der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie raten dazu, die Therapie mit ICS unverändert fortzuführen. Stellungnahme der DGP

Epidemiologische Begriffe 

Mortalität (Sterberate) ist die Zahl der Verstorbenen im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung
Letalität ist die Zahl der Verstorbenen im Verhältnis zur Zahl der Erkrankten
Inzidenz ist die Zahl der Neuerkrankten im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung
Prävalenz ist die Zahl der Erkrankten im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung
Deutsches Ärzteblatt

COVID-19 nicht schlimmer als Grippe?

Die Letalität von COVID-19 ist nicht einfach zu bestimmen. Sie ist sehr stark altersabhängig, Kinder und Jugendliche haben ein viel niedrigeres Risiko an der Erkrankung zu sterben, als Ältere. Da die Erkrankung symptomlos verlaufen kann, ist ein weiteres Problem die Höhe der Dunkelziffer.
Die Evidenz ist trotzdem eindeutig: COVID-19 ist viel tödlicher, als die saisonale Influenza. In einer australischen Metaanalyse konnte dies auch bestätigt werden. Schon bei 65- bis 74-jährigen lag das Sterberisiko an COVID-19 30-mal höher, als bei der Grippe. F.A.Z.

Worst case Szenario für Deutschland

Wenn dies stimmen sollte:
Das Virus kann 2/3 der Bevölkerung in kurzer Zeit anstecken
5% der Erkrankungen nehmen einen kritischen Verlauf und werden beatmungspflichtig
1% der Erkrankten sterben (Letalität)

Würde folgendes passieren:
50 Milionen COVID-19 Erkrankte
2,5 Milionen kritisch Kranke, beatmungspflichtige Patienten (in kurzer Zeit)
500.000 Tote
Es ist anzunehmen und zu hoffen, dass sich die Zahlen noch deutlich ändern und dieses Szenario nicht eintrifft.

Sind die Maßnahmen der Regierungen sinnvoll?

Das öffentliche Leben wird in vielen Ländern stark eingeschränkt, bis zu Ausgangssperren. Warum tut man es?
Das neue Virus hat zwar keine besonders hohe Letalität, ist aber hoch ansteckend und trifft auf eine Bevölkerung, die keine Immunität dagegen hat. Bei einer ungeregelten, schnellen Ausbreitung würden auch die prozentual wenigen schwer erkrankten, das Gesundheitssystem überfordern. (siehe Worstcase Szenario). Das würde zu einer Situation führen wie in Italien, wo Menschen sterben mussten, weil sie aus Kapazitätsgründen nicht behandelt werden konnten.
Die getroffenen Maßmahmen sind sinnvoll, wir sollten uns alle nach ihnen richten, damit wir die Ausbreitung des Virus verlangsamen und so unnötige Todesfälle vermeiden. Die Art und Dauer der Maßnahmen sollte diskutiert werden London Imperial College: Simulation möglicher Maßnahmen / Lockdowns haben in Europa 3,1 Millionen Todesfälle durch COVID-19 verhindert

Man hätte sich vorbereiten können:

Risikoanalyse „Pandemie durch Virus Modi-SARS“. Abschnitt 2.3 in: Deutscher Bundestag (Hrsg.): Bericht zur Risikoanalyse im Bevölkerungsschutz 2012. Drucksache 17/12051 vom 3. Januar 2013, Volltext (PDF) (siehe ab S.55)

Warum nicht eine natürliche Durchseuchung abwarten?

Um eine “Herdenimmunität” herzustellen, müssten von 80 Millionen Einwohnern etwa 50 Milionen die Erkrankung durchmachen.
Wenn das in einem Jahr geschehen soll, müssten 50.000.000 : 365 = 137.000 Menschen am Tag infiziert werden.
Selbst bei zumeist leichtem Verlauf würde dies zu einem Kollaps des Gesundheitswesens führen und zu vielen eigentlich vermeidbaren Todesfällen.
Deshalb ist die unkontrollierte Durchseuchung keine vernünftige Option.

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